Erasmusschüler für mehr Nachhaltigkeit


Polnische, italienische, finnische und deutsche SchülerInnen treffen sich zum 2. Mal


Unsere 2. Reise innerhalb des Erasmusprojekts begann an einem Sonntagmorgen. Nach einem langen Anreisetag landeten wir in Helsinki. Bei einer kleinen Tour durch die Stadt begegneten wir schon den polnischen Schülern. Wir konnten kaum glauben, dass wir uns sechs Monate nicht gesehen hatten. Es kam uns vor wie gestern. Nachdem wir uns einen ersten Eindruck von der Altstadt Helsinkis machen konnten, fielen wir auch schon müde bald ins Bett.
Die Deutsche Schule Helsinki lag 10 min von unserem Hotel entfernt. In der morgendlichen Kälte gingen wir den kurzen Weg zu Fuß. Nachdem wir uns alle begrüßt hatten - viele kannten wir schon, manche nicht - richtete der Schulleiter ein paar Worte an uns. Unsere erste Aufgabe war es, uns über unsere Pre-Tasks auszutauschen. Bevor wir nach Finnland gereist sind, hatte sich jeder eine zweiwöchige Challenge ausgesucht, um nachhaltiger zu leben und ein Bewusstsein dafür zu schaffen. Zum Beispiel ernährten sich ein paar Schüler vegetarisch oder vegan oder verzichteten auf Plastikverpackungen beim Einkauf. Nach unserem ersten Tag in der Schule nutzten wir unsere Freizeit, um uns Helsinki anzusehen. In der ganzen Woche beschäftigten wir uns mit den verschiedenen Aspekten von Nachhaltigkeit und versuchten Lösungsansätze zu finden.

Gegen die Wegschmeißmentalität


Am Dienstag beschäftigten wir uns mit Nahrung und wie man dies nachhaltiger gestalten könne. Da sehr viel Plastikmüll beim Einkauf anfällt, nähten wir in einem Workshop Brötchen- und Obstbeutel. Dieser begleitet mich jetzt immer beim Einkaufen und so können überflüssige Plastiktüten vermieden werden. Um zu sehen, dass auch „unverkäufliche" Lebensmittel nicht im Müll landen müssen, besuchten wir am Abend das „Loop". Dieses Restaurant kocht nur mit aussortierten Lebensmitteln, die nicht mehr zum Verkauf angeboten werden und so eigentlich weggeschmissen würden. Ein anderer wichtiger Punkt in dieser Woche war unser Energieverbrauch und die Energiegewinnung: wir beschäftigten uns damit in verschiedenen Workshops. Ein Thema war dort zum Beispiel, wie man unnötigen Stromverbrauch eindämmen könnte. Am letzten Tag besuchten wir den finnischen Konzern Wärtsilä. Dieses Unternehmen stellt Schiffsmotoren und Kraftwerke her und arbeitet auf das ehrgeizige Ziel hin, in Zukunft mit 100 % erneuerbarer Energie arbeiten zu können. Dort erfuhren wir viel über die verschiedenen Möglichkeiten, Energie zu gewinnen, und die möglichen Wege der Zukunft. Nach dieser spannenden und leider viel zu kurzen Woche ging es für uns wieder nach Hause. Dadurch, dass wir viele aus den anderen teilnehmenden Ländern, Finnland, Polen und Italien schon kannten, fiel uns der Abschied sehr schwer. Zumindest können wir uns darauf freuen, sie hoffentlich bald in Italien wieder zu sehen. Bis dahin arbeiten wir an eigenen Ideen für mehr Nachhaltigkeit in unserer Schule. Bleibt gespannt!
(Nele, Klasse 11)





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